Der neue Ford Edge Vignale

Ford Edge kommt mit Assistenzsystemen für alle Fälle

Den Ford Edge kennt man mittlerweile – er ist das großes SUV der Deutsch-Amerikaner. Doch es gibt ihn auch als Vignale. Was heißt das? Benannt ist das Fahrzeug nach Alfredo Vignale, der 1948 in Turin ein Karosseriebau-Unternehmen gründete. Jener fertigte, aufgrund seiner Handwerkskunst sehr anerkannt, für viele Hersteller Arbeiten an. Der Ford Edge Vignale knüpft genau hier an und ist der nobelste Vertreter der Edge-Baureihe.

Design

Das er etwas auf dem Kasten hat, zeigt der Ford Edge Vignale bereits anhand seines ernsten Blicks. Dank mitlenkender LED-Scheinwerfer und einem blendfreien Fernlicht ist nicht nur das Design der Front gelungen, sondern die Sicht bei Dunkelheit auf einem hohen Niveau. Sogar serienmäßig! Für den stattlichen Auftritt sorgt obendrein der schier riesige Kühlergrill in sportlich-edlem Wabengitter-Design.

Auffällig auch das seitlich ausgestellte Profil mit seinen Sicken und bauchigen Radhäusern. Hier sind 20-Zoll-Leichtmetallfelgen beheimatet, die bei der Größe des Fahrzeugs gerade angemessen wirken. Kleiner sähe etwas schmächtig aus. Alles andere als das ist das Heck: Stoßfänger, Seitenschweller und Türgriffe sind zwar in Wagenfarbe mit Chrom-Dekoren ausgerüstet, dennoch macht der Ford Edge Vignale einen stämmigen Eindruck. Dieser wird unterstrichen vom durchgehenden Leuchtenband sowie Auspuff-Endrohren in Blenden.

Und damit der Ford Edge Vignale auch immer adrett vor dem Haus stehen kann, gibt es für den Erstbesitzer besondere Schmankerl. So hat der Ford Edge Vignale-Fahrer eine Wagenwäsche einmal im Monat beim Ford-Händler frei. Außerdem bekommt das Fahrzeug mit jeder Inspektion eine Aufbereitung verpasst, damit der Wagen wie neu funkelt. Das ist mal etwas anderes!

Innenraum

Stattlich geht es auch im Innenraum weiter. Vier Erwachsene finden im Interieur fürstliche Platzverhältnisse vor. Zudem ist alles klar gegliedert und entspricht einem hohen Qualitätsniveau. Dafür steht etwa die exklusive Lederausstattung mit Waben-Steppung der Sportsitze. Der Fahrersitz ist grundsätzlich mit einer Memory-Funktion ausgerüstet. Und selbst der Armaturenträger sowie die Armauflage sind mit Leder bezogen – nobel, nobel!

Etwas umständlich ist die Bedienung der serienmäßigen Klimaautomatik, da sie in das Infotainment integriert ist. Das Sony Navigationssystem „SYNC 3“ funktioniert sonst aber gut und recht intuitiv, sodass man sich nach kurzer Eingewöhnung zurechtfindet. Es verfügt über Applink, sodass man das Smartphone angenehm in das Infotainment integrieren kann. Außerdem bietet der Ford Edge Vignale digitalen Radioempfang, der über 12 Lautsprecher plus Subwoofer wiedergegeben wird.

Bei den Assistenzsystemen ist der Edge Vignale ebenfalls vorn angesiedelt. Vom Spurhalte-Assistenten, über einen Müdigkeitswarner, einen Kollisions-Assistenten – eine Art Abstandswarner – einen aktiven Notbremsassistenten, eine Rückfahrkamera bis hin zur Verkehrsschilderkennung ist alles dabei. Ein richtiger Clou, der die Fahrt zur Entspannung macht, ist die aktive Geräuschkompensation. Sie arbeitet in Ergänzung zum Akustik-Glas und verringert die Motorgeräusche, die ins Innere dringen könnten. Zurückgegriffen wird auf verborgene Mikros, die Hintergrundgeräusche aufnehmen und diese mittels Gegenschalls aus dem Audiosystem neutralisieren. Clever!

Antriebe

Bei den Antrieben stehen zwei Diesel parat. Keine Angst: Beide erfüllen die Euro 6-Norm. Beiden ebenfalls gemein sind 2.0 Liter Hubraum. Den Einstieg macht man mit der schwächeren von beiden Varianten, die 132 kW/180 PS leistet. Sie ist ausschließlich mit einer 6-Gang-Handschaltung und Allradantrieb erhältlich. Diese Leistung reicht bereits für 200 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Beschleunigung auf 100 km/h in 9,9 Sekunden – 400 Nm Drehmoment sei Dank. Laut Ford soll dieser Antrieb sich gerade einmal mit 5,9 Litern Diesel auf 100 km begnügen.

Wer ein Automatikgetriebe, das Ford Powershift-Getriebe, haben möchte, muss zwangsläufig zum stärkeren Diesel greifen. Jener pustet die Leistung dank Biturbo auf 154 kW/210 PS und soll ebenfalls mit 5,9 Litern auf 100 km zurechtkommen. Bei den Fahrleistungen bietet dieser Motor etwas mehr und schafft es bis auf 211 km/h. Auf 100 Sachen sprintet der Biturbo-Diesel binnen 9,4 Sekunden. Die Fahrleistungen sind gegenüber dem 180 PS-Aggregat also nur geringfügig besser.

Preis

OK, die Preise für den Ford Edge Vignale sind nicht eben günstig. Mit dem kleinen Diesel startet das SUV bei 52.700 Euro. Für das stärkere Aggregat werden sogar 56.200 Euro fällig. Das ist aber nur eine Wahrheit. Die andere ist, dass man den Vignale – die Topversion und „Nobelmarke von Ford“ – kaum mit Extras ausstatten kann. Ford Edge Vignale ist so eine Art „Rundum-Sorglos-Paket“. Als besonders wichtig zu nennende Extras kommen ein adaptiver Tempomat für 500 Euro, ein Ein- und Ausparkassistent für 210 Euro, eine Anhängerkupplung für 750 Euro, ein Toter-Winkel-Warner für 450 Euro sowie das Panorama-Glasdach für 1.150 Euro auf. Und selbst hier muss man sich fragen, ob man diese wirklich benötigt.

Fazit

Der Ford Edge Vignale ist einer, für alle Gelegenheiten. Mit ihm kann man vor der Oper vorfahren, die Kleinen zum Fußballtraining bringen und währenddessen die Einkäufe erledigen. Im Supermarkt um die Ecke. Bei Ikea. Und außerdem im Baumarkt. Platz bietet der Ford Edge Vignale schließlich zu Genüge. Außerdem überzeugt seine vollständige Ausstattung. Extras benötigt man kaum. Das heißt: Wenn man das Premium-Ambiente vollkommen abrunden möchte, sollte man sich noch ein oder zwei Teile aus der speziellen Taschen- und Lederwaren-Kollektion gönnen. So etwas macht man doch, wenn man ein Premium-Fahrzeug fährt, oder?