Qualitätssicherung in der Fertigung – Zu Gast bei Ford im Werk Köln

Der ganzheitliche Qualitätsansatz von Ford

Die Bezeichnung „Montagsauto“ wird wohl jeder von uns kennen. Sog. „Montagsautos“ haben gefühlt oft mehr Mängel als die, die nicht an einem Montag gefertigt wurden. So jedenfalls wird es im Volksmund vermittelt. Ist da wirklich etwas dran an dieser These, dass ein Auto, welches an einem Montag gefertigt wurde, mehr Mängel aufweist als ein Auto, welches nicht an einem Montag gefertigt wurde? Man sagt ja, dass gerade die Mitarbeiter in den Produktionsstätten am Montag mit ihren Gedanken noch beim Wochenende sind und daher die Motivation und Konzentration zu wünschen übrig lässt. Doch sind das wirklich ausschlaggebende Faktoren, warum so ein Mythos existiert?

Wir hatten die Möglichkeit uns die Qualitätssicherung im Ford Werk Köln etwas genauer anzuschauen. Zwar nicht an einem Montag, sondern an einem Mittwoch. Doch das spielt keine Rolle, denn die umgesetzten Qualitätsmaßnahmen sind Tag für Tag gleich. Und Tag für Tag auf dem gleich hohen Niveau, sei es an einem Montag, Dienstag oder x-beliebigen Tag in der Woche. Alles wird dafür getan, damit das fertige Auto die Qualität besitzt, die Ford im Vorfeld definiert hat. Ohne dabei irgendwelche Kompromisse oder Abstriche machen zu müssen.

Schließlich geht es hier um die Kunden. Welcher Kunde will schon ein Auto haben bzw. kaufen, welches nicht einer entsprechende Qualität entspricht? Aus diesem Grund hat Ford mehrere Qualitätsstationen und Tests in den laufenden Betrieb integriert. So wird beispielweise jeder gefertigte Motor einem Kalt-Test unterzogen, bei dem die drehenden Teile im Motor getestet werden. Im sog. Hot-Test, 5% der Produktion durchlaufen diesen Test, wird der Motor erstmalig mit den notwendigen Flüssigkeiten wie Öl und Benzin versorgt, um dann ein entsprechendes Programm zu laufen, um den Motor im Betrieb zu testen. Auch Dauertest der Motoren, die dann rund 20.000 Kilometer Laufleistung erbringen müssen, führt Ford in Köln durch.

Daneben gibt es unterschiedliche Sichttests, die die Karosserie und den Lack auf Mängeln untersuchen. Dazu fährt noch jedes gefertigte Automobil durch einen Wassertest, bei dem die Dichtigkeit überprüft wird. Spurvermessung, Achseinstellungen, Schweinwerfer-Test und natürlich eine Kontrolle auf dem Rollenprüfstand dürfen nicht fehlen. Abschließend wird jedes Auto über einen eigenen kleinen Testparcour gefahren, um letzte unnatürliche Geräusche ausfindig zu machen und gegebenenfalls zu beseitigen.

Da dieser Prozess der Qualitätssicherung jeden Tag, jede Uhrzeit bei jedem Automobil durchgeführt wird, kann dieser Mythos „Montagsautos“ nicht auf den Tag Montag zurückzuführen sein. Ford hat sich zum Ziel gesetzt, dass jedes Fahrzeug vor der Auslieferung grundsätzlich ohne Mängel das Werk verlässt. Strenge Qualitätsanforderungen und –prüfungen sind hierfür extra entwickelt und umgesetzt worden.

So kann es auch Dienstagsautos oder Donnerstagsautos geben, die nicht einwandfrei sind. Jedoch ist jeder Hersteller drauf bedacht, in diesem speziellen Fall Ford, dass unabhängig vom Produktionszeitpunkt immer ein gleich hoher Qualitätsanspruch besteht.

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