Der neue smart fortwo und smart forfour

Der neue smart fortwo und smart forfour

Alles neu und doch ist irgendwie alles beim alten geblieben. Der neue smart fortwo bleibt in erster Linie ein extrem wendiger Stadtwagen, den in urbanen Gebieten nichts aufhalten kann. Mit einem Wendekreis von nur 6,95 m wird jede Straße zum Wendehammer. Neu ist, dass der smart auch wieder als Viersitzer bzw. Fünftürer erhältlich ist. Der smart forfour ist wieder zurückgekehrt und bietet ein auf 3,49 m Länge unschlagbares Raumkonzept.

Die Fahrzeuglänge von 2,69 m bleibt beim smart fortwo unverändert, nur in die Breits wächst er zehn Zentimeter. Das verleiht ihm einen stattlichen Auftritt und auch ein wenig Maskulinität. Produkthighlight des Zweisitzers ist der wirklich unschlagbar kleine Wendekreis (nur in Verbindung mit optionaler Direktlenkung). Es macht süchtig mit dem neuen smart fortwo zu drehen, abzubiegen und Kreisverkehre zu durchfahren. Endlich gibt es ein Auto, das Kreisverkehre, die sich nur durch einen kleinen Punkt in der Straßenmitte kennzeichnen, ernst nehmen kann.

Der smart forfour hingegen zeichnet sich vor allem durch das Ladekonzept aus. Bis zu 2,22 m lange Gegenstände können geladen werden, wenn alles, inklusive Beifahrersitz, umgeklappt wird. Alleine wenn die Rücksitze umgeklappt werden ergibt sich bereits eine eben Ladefläche, die dann bei Bedarf bis nach ganz vorne reicht. Für besonders hohe Gegenstände hat sich smart ebenfalls etwas überlegt. In diesem Fall können die hinteren Sitzkissen „gewendet“ werden und die Ladehöhe steigt um zwölf Zentimeter an. Als einfaches Beispiel kann dann ein dicker Flachscreen problemlos eingeladen werden. Denn dazu kommt, dass sich die hinteren Türen fast im 90° Winkel öffnen lassen (85° sind es um exakt zu sein).

Bei den Motoren bleibt man sich zumindest in der Zylinderanzahl treu. Drei Dreizylinder-Motoren stehen bisher zur Wahl, später folgen auch noch ein Brabus-Ableger mit 100 kW sowie der smart electric drive im Jahr 2016. Das 60 PS Aggregat folgt erst nach der Markteinführung, dabei sind die 71 PS sowie der 90 PS Turbo-Motor direkt verfügbar. Allen voran ein Novum ist das manuelle Fünfganggetriebe, dass serienmäßig an jeden Motor gekoppelt wird. Optional steht auch die Wahl für ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe namens twinamic. Beide Getriebe sind ein enormer Gewinn gegenüber den bisherigen Halb-Automaten im smart.

Für die Stadt ideal ist in meinen Augen der 0,9-Liter Turbomotor, gerade weil er mit seinem extra-Boost noch mehr die Stärken des smart herausbringt: Wendigkeit gepaart mit einem spritzigen Motor und einem sauber zu schaltenden Getriebe.

Infotainment-seitig gibt es die Wahl zwischen einem 7 Zoll großen Touchscreen, der dann auch die Bilder der optionalen Rückfahrkamera überträgt, einer Smartphone-Navigationslösung oder einem simplen Radio. Zu testen hab es nur das High-End-System, das auf der TomTom Navigationssoftware basiert und im aktuellen Test nur noch Kinderkrankheiten aufwies. Zum endgültigen Produktstart sollten die wohl ausgearbeitet sein. Ebenfalls optional ist in beiden Modellen ein JBL-Soundsystem, welches über acht bzw. zwölf Lautsprecher verfügt. Es ist das Beste, was smart anbietet, allerdings sollte man davon nicht allzu viel erwarten. Der Klangkörper der smarts ist eher klein, so kann sich auch kein echter „Konzertklang“ entfalten, teils sind die Höhen auch überspielt.

Mindestens 10.895 Euro kostet der fortwo, 11.555 Euro der forfour in der Basisausstattung mit dem 71 PS Saugmotor. Wer sich schnell entscheiden kann, dem ist die edition #1 zu empfehlen, denn diese bietet für mind. 13.990 Euro bzw. 14.990 Euro zahlreiche Extras zum Vorteilspreis.

 

Text (c) Fabian Meßner / Fotos Daimler

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