Im Test: Garmin vivosmart HR+

Garmin vívosmart HR+ Fitness-Tracker - GPS-fähig, Herzfrequenzmessung am Handgelenk, Smart Notifications

Im Test: Garmin vivosmart HR+

Ein Plus sollte immer für „mehr“ oder eine Verbesserung stehen. Sollte also heißen die Garmin vivosmart HR+ ist in mindestens einem Punkt besser als der bereits getestete Fitness-Tracker: der integrierte GPS-Empfänger ist der erste Pluspunkt auf dem Papier, doch wie viel besser als der vorherige Fitness-Tracker ist die Neuschöpfung nun wirklich?

Es ist kaum drei Tage her, da war die vivosmart HR noch ganz neu. Nun wurde vor kurzem erst die vivosmart HR+ vorgestellt, welche in erster Linie ein reines Fitness-Armband mit einem GPS-Empfänger verbindet. So muss etwa zum Lauftraining und zur genauen Aufzeichnung kein Smartphone mehr dabei sein. Das Display (168×68 Pixel) ist identisch, nur der Rahmen drum herum ist bei der Plus-Variante eleganter und magerer ausgeführt.

Der markante Unterschied ist der GPS-Empfänger. Jener ist, aufgrund des möglichen Bauraums, eher unter dem Aspekt „wohlwollender“ Versuch abzuspeichern. Je nach Wetter- und Wolkenverhältnis legt die Messung teils Sprünge hin oder zeichnet „Kurven“ auf einem geraden Weg. Immerhin „Pi Mal Daumen“ lässt sich so die Wegstrecke des Trainings verfolgen. Allerdings sind die Werte keinesfalls mit einem reinen GPS-Messgerät gleichzusetzen. Weiteres kleines Manko ist der Aufbau des GPS-Empfangs. Teilweise verging eine gute Minute bis eine ausreichende Signalstärke für eine Aufzeichnung vorhanden war.

Der Herzfrequenzsensor wurde zwar nicht ersichtlich, aber wohl aus Sicht der Software überarbeitet. Eine dauerhafte Messung findet nur im Training statt, wie auch bei der vivosmart HR. Doch die HR+ zeichnet im Standby länger und öfter den Puls auf. Die Messung als solches ist mehr oder weniger genau, wer für sein Training exakte Daten benötigt, muss weiterhin zu einem Brustgurt greifen.

Was somit auch besser funktioniert ist die automatische Erkennung von Aktivitäten. Es muss also nicht unbedingt das „Programm“ Laufen gestartet werden. Bei einer Art Routine erkennt die Garmin vivosmart HR+ automatisch, dass jetzt eine Art Training startet. Die GPS-Aufzeichnung bleibt dabei allerdings, aufgrund der fehlenden „Wartezeit“ auf das Signal außen vor.

Der fest verbaute Akku hält in etwa fünf bis sechs Tage durch. Dann muss die vivosmart HR+ wieder an den USB-Steckplatz am PC.  Die Armbänder sind in zwei verschiedenen Längen zu bekommen (5,4 bis 7,4 Zoll und 7,1 bis 8,8 Zoll), allerdings können sie nicht gewechselt werden. Daher muss beim Kauf bereits feststehen, ob es Regular Fit oder X-Large werden soll. Neben Schwarz/Grau ist auch violett und blau verfügbar.

Die Synchronisation mit dem Smartphone könnte noch immer etwas schneller gehen – beeindruckend schnell in diesem Punkt war die fitbit blaze. Die Bedienung der vivosmart HR+ ist genauso einfach, wie auch bei der Variante ohne Plus im Namen. Ein paar perfekt platzierte Wischgesten steuern durch das Menü und nur gelegentlich führen die „großen“ Finger in das falsche Menü. Insgesamt ist die Verbesserung das Plus in jedem Fall wert und da kann sich auch der aktuelle OVP von 219,99 EUR sehen lassen, obwohl sich Garmin das Hardware-Upgrade schon üppig auszahlen lässt.

Garmin vivosmart HR+*

  • Fitness-Tracker mit Garmin Elevate (24/7 Herzfrequenzmessung am Handgelenk) und GPS-Sensor
  • Sportuhr mit Running-Funktionen (misst Entfernung, Geschwindigkeit, Bestleistung und verfügt über Gehen-/Laufen-Modus und Virtual Pacer)
  • Anzeige von Smart Notifications: Benachrichtigungen vom Smartphone wie Anrufe, Nachrichten und mehr, direkt am smarten Armband
  • Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen (ohne GPS) oder bis zu 8 Stunden (mit GPS)
  • Lieferumfang: Garmin vivosmart HR+, USB-Ladekabel/Datenkabel, Bedienungsanleitung

Text (c) Fabian Meßner

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