Skagen Jorn Hybrid – Die subtile Smartwacht!

Skagen Jorn Hybrid

Der dänische Hersteller Skagen ist vor allem für eines bekannt: Für seine besonders dünnen und im klaren Design gehaltene Uhren. Nicht erst seit gestern haben die Dänen aber auch Hybrid-Watches im Programm, wie eben die Skagen Connected Jorn, die wir heute unter die Trendlupe nehmen. Auf den ersten Blick wirkt das im Unisex-Design gehaltene Wearable wie eine ganz gewöhnliche Uhr mit zwei Zeigern. Doch hinter dem dänischen Design verbirgt sich viel mehr, als man ahnt. Schließlich bietet die Skagen Connected Jorn viele Funktionen einer Smartwatch – wenn auch nicht alle.

Der dezente Auftritt gehört zur Markenphilosophie

Wollen wir uns die Skagen Connected Jorn doch einmal genauer ansehen. Das Wearable kommt enorm schlicht daher, wie man es von der dänischen Marke kennt. Anders als einige Uhren des Mutterkonzerns – Skagen gehört schließlich zur Fossil Group, was nur wenigen bekannt ist – fallen die Uhren durch ihre reduzierte Gestaltung auf. Sie sind einfach unaufgeregt, aber immer chic. Typisch dänischer Stil eben. Dazu passt, dass das Wearable auf ein digitales Display verzichtet und mit kommt einem gewöhnlichen Ziffernblatt auftritt. Der Uneingeweihte denkt beim Anblick an eine gewöhnliche Uhr.

Und die Gestaltung des Ziffernblatts lässt diesen Schluss durchaus zu. Das Design ist nahezu minimalistisch und auf das Wesentliche reduziert. Mit seinen 41 mm ist das Edelstahlgehäuse zudem in einem Format angesiedelt, das an den meisten Männerarmen eine gute Figur macht und „On Point“ passt. Bei einer Taucheruhr würden die meisten von einem echten „Sweet Spot“ sprechen. Die Skagen passt aber auch an den zierlichen Frauenarm, trägt mit 10 mm Gehäusehöhe überhaupt nicht auf und spielt ihren kurze Lug-To-Lug-Abstand optimal aus. Als Dame kann man so problemlos den Boyfriend-Look anvisieren.

Edel wirkt die Skagen Connected Jorn aufgrund ihres größtenteils gebürsteten Finishes. Eine hochglanzpolierte Phase, die das reduzierte Design etwas auflockern würde, sucht man hingegen vergebens. Ansonsten wartet das Wearable mit drei Drückern auf, bei einer mechanischen Uhr würde man von Kondensatoren sprechen. Das Ziffernblatt reiht sich in den dezenten Auftritt ein und passt mit seiner Farbgebung in Anthrazit zu jeder Garderobe. Viel mehr als die Stundenindizes und die geraden Zeiger gibt es fast nicht – das passt ins Bild.

Ein echter Armschmeichler ist das Echtleder-Armband in einem sehr hellen Braun. Dank Schnellwechsel-Stegen lässt sich das Band in Windeseile gegen ein anders mit 22 mm Stegbreite tauschen. Das ist vielleicht gar nicht schlecht, da das Lederband zwar qualitativ hochwertig wirkt, aber optisch nicht jedermanns Sache ist. Vorsicht ist bei der der Wasserdichtigkeit geboten – das Lederarmband verbietet Ausflüge ins Wasser ohnehin. Die Skagen Connected Jorn ist mit 30 m bzw. 3 Atmosphären angegeben und entsprechend nur Spritzwasser-geschützt. So geht Händewaschen zwar in Ordnung, alles andere, wie etwa duschen oder gar schwimmen, sollte man hingegen lieber nicht mit der Hybridwatch unternehmen.

Zwei Zeiger, zig Funktionen

So weit so gut! Der optische Eindruck überzeugt, die Ablesbarkeit ebenfalls und die Verarbeitungsgüte kann sich ebenfalls sehen lassen. Wie ist es aber um das eigentliche Highlight, die Funktionalität, bestellt? Bestens! Die Skagen Connected Jorn hat viel auf dem Kasten.

Hat man sich die Skagen Connected App im App-Store oder auf Google Play heruntergeladen, ist die Verbindung mit dem Smartphone dank Bluetooth-Verbindung schnell erledigt. Die App findet das Wearable schnell, sodass man zügig mit dem Einstellen der Funktionen loslegen kann.

Nach erfolgter Kopplung zeigt die Skagen Connected Jorn Anrufe, Mitteilungen, erinnert an Termine oder ermöglicht die Fernsteuerung für das Smartphone. Im Detail bedeutet dies, dass man etwa die Musikwiedergabe starten, die Lautstärke der Wiedergabe steuern oder den Auslöser für die Kamera aktivieren kann – und das mit einer Zweizeiger-Uhr! Damit man unterscheiden kann, welche Art der Benachrichtigung gerade auf dem Ziffernblatt angezeigt wird, kann man die Zeigerstellung in der App einstellen. Ruft etwa der beste Kumpel an, kann man einstellen, dass die Uhr mit beiden Zeigern auf die „9-Uhr-Position“ springt. Natürlich muss man sich merken, wen oder welche Funktion man auf welchen Index des Ziffernblatts speichert. Schade nur, dass man die vier Punkte, die sich rund um den 9-Uhr-Index versammeln, nicht einzeln ansteuern kann. So bleiben sie netter Zierrat.

Neben der Funktionalität, kann die Skagen Connected Hybrid auch stark in ihrer Funktionalität individualisiert werden. Hier kann man verschiedene Profile einstellen, was die Funktion der Pusher anbelangt. Es gibt ein Grundsetting und viele weitere, speicherbare Profile. So kommt das Wearable ab Werk mit dem Setting, dass beim Druck auf oberen Kondensator das Datum erscheint, beim Druck auf die Mitte das Fitnessziel angezeigt wird und beim Auslösen des unteren Pushers die Musikwiedergabe gestartet wird. Daneben können Funktionen, wie eine zweite Zeitzone, das Aktvieren des Klingeltons, die Musiksteuerung, der Foto-Auslöser und noch ein paar mehr auf die Drücker gelegt werden.

Damit noch nicht genug, ist in die Skagen Conected Jorn ein Fitnesstracker integriert. Schrittzähler, Distanzmesser, Kalorienverbrauchsanzeige – alles da. Schade nur, dass keine anderen Aktivitäten, wie etwas Radfahren oder Rudern eingestellt werden können. Schön wiederum, dass die Hybridwatch bei Inaktivität daran erinnert, sich ein wenig zu bewegen. Und auch eine Schlafanalyse-Funktion ist in die schlichte, aber clevere Uhr integriert. Die Skagen Connected Jorn erkennt Tief- und Leichtschlafphasen und gibt am nächsten Morgen eine anschauliche Grafik in der Smartphone-App wieder.

Fazit – Keine Smartwacht, sondern ein eleganter Allrounder

Was steht nun als Ergebnis unter dem Strich? Ein Gesamtbild, das die Skagen Connected Jorn als optimalen Allrounder auszeichnet. Die Hybridwatch bietet die Funktionen einer Smartwatch, ohne den technoiden Look dieses Wearables zu haben. Und so passt die Skagen – je nach gewähltem Armband – zu eigentlich jeder Situation und sticht nicht als Tool, sondern höchstens als kühle Designer-Uhr heraus.

Im Alltag kann man im Meeting schnell checken, ob man gerade eine neue Whatsapp-Nachricht bekommen hat, ohne direkt auf das Handy zu schauen, das kann angenehm sein und ist eine elegante Lösung. Unter dem Strich steht aber auch, dass die Skagen Connected Jorn keine veritable Smartwacht, wie etwa der Applewacht 5, ist – das will sie auch gar nicht. Besonders komfortabel macht die Hybridwatch, dass sie nicht ständig geladen werden muss. In ihr verrichtet eine Knopfzelle ihr Werk, wie bei einer herkömmlichen Quarzuhr. Diese hält im Schnitt sechs Monate – je nach Nutzung. Den Wechsel kann man selbst durchführen: Einfach mit einer schmalen Münze, etwa einer 10-Cent-Münze, den Gehäusedeckel drehen und entfernen, Knopfzelle ersetzen, fertig. So ist die Skagen Connected Jorn nicht nur elegant und chic, sondern auch echt praktisch. Und mit einer UVP von 199 Euro, ist sie obendrein bezahlbar.