Zu Besuch im Forschungslabor von Gillette in London Reading

Nachdem wir euch hier im Blog den Gillette ProGlide Styler und den MACH3 Sensitive vorgestellt haben, hatten wir jetzt die einmalige Möglichkeit mal hinter die Kulissen von Gillette zu gucken und zu schauen, wie an Forschung und Entwicklung an einem für uns so simplen Gegenstand wie der Rasierer gearbeitet wird. Nie im Leben hätte ich im Vorfeld gedacht, dass so viel Forschung, Entwicklung und Aufwand hinter der Produktion von Rasierern stecken, um den späteren Erwartungen der Kunden gerecht zu werden.

Leider musste ich im Vorfeld alle meine digitalen Gegenstände wie Smartphones und Kamera abgeben, sodass ich vor Ort leider keine Fotos machen konnte/durfte. Hochsicherheitsbereich. Kein gutes Gefühl den Tag über kein Handy zu haben und keine Erinnerungsfotos machen zu dürfen. Naja, aufgrund des hohen Forschungsaufwandes und Know-how aber verständlich. Das Abgeben von Mobiltelefonen gilt übrigens für alle 120 Mitarbeiter, die in Reading arbeiten. Daher blieb mir nichts anderes übrig, als Zettel und Stift in die Hand zu nehmen und meine Beobachtungen als Notizen aufzuschreiben.

Am Anfang eines jeden Handelns gibt es eine Idee, die den Grundstein für alles Weitere bildet. So auch im Gillette Forschungslabor in Reading (Gillette Facebookseite). Ein Team aus Ingenieuren und Wissenschaftlern tüftelt täglich an diesen Ideen, um die Entwicklung der Rasierer voranzutreiben. Ist eine Idee Umsetzungsreif, wird diese direkt vor Ort in Muster, 3D Visualisierungen und Prototypen umgesetzt und eigens dafür angagiert Probanden zum testen übergeben.

Forschungslabor von Gillette in London Reading

Nichts ist einfacher, als die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden direkt
zu analysieren und in den Produkten widerzuspiegeln. Dazu kommen täglich
Testpersonen ins Labor um sich vor Ort zu rasieren und ihren Eindruck
und empfinden von der jeweiligen Rasur und Rasierer zu dokumentieren.
Eigens dafür eingerichtete Testräume mit verspiegelten Scheiben und
Kamera Überwachung besitzt das Forschungslabor in Reading, und das für
Männer als auch für Frauen. D. h. das jede einzelne durchgeführte Rasur
von jedem Probanden beobachtet, aufgezeichnet und ausgewertet wird. Ein
nicht gerade geringer Aufwand, wenn man bedenkt, das dort täglich
mehrere Personen ihre Rasur durchführen. Um hier die Ergebnisse nicht zu
verfälschen kommen verschleierte Testgeräte zum Einsatz, sodass niemand
erkennen kann, um welchen Rasierer es sich den handelt. Lediglich am
Klingelknopf könnte man es erahnen, das allerdings auch nur für
geschulte Augen. Und um zu überprüfen, ob ein Proband vor Ort extra
gründlich oder unnatürlich seine Barthaare stutzt, werden diese in ihren
eigenen vier Wänden und Badezimmern besucht, gefilmt und unter die Lupe
genommen. Rasieren ist eben nicht rasieren, denn der eine braucht
gerade mal 3-4 Minuten und nur 50 Züge für seine Rasur während ein
anderer 20 Minuten und 700 Züge braucht.

Forschungslabor von Gillette in London Reading

Forschungslabor von Gillette in London Reading

Neben diesen Test am lebendigen Objekt werden zum Zwecke der Forschung
und Entwicklung detaillierte vergrößerte Aufnahmen mit speziellen
Kameras durchgeführt, um genau zu sehen, wie der Rasierer an Haut und
Haar arbeitet. Denn hier gibt es riesige Unterschiede, die beachtet
werden müssen. Jeder Mensch hat eine andere Haut, Haarstruktur,
Haarwuchs und Richtung, Gesichtsstruktur, Hautbeschaffenheit, Bartlänge
und, und, und. Unzählige Aspekte, die jedoch genau ein Rasierer
Erfüllung muss, um alle möglichen Kunden glücklich zu machen. Im Rahmen
der Präsentation vor Ort wurden Videos gezeigt, die ich im Vorfeld so
auch noch nicht gesehen habe. Mit einer Vergrößerung konnte man erst mal
erkennen, wie die Haut im Gesicht überhaupt beschaffen ist. Ich sag nur
Hügel und Kraterlandschaft. Dazu kommen dann die flexiblen Barthaare,
die sich wie kleine Erhebungen in dieser Landschaft nebeneinander in die
hohe strecken.

Allerdings muss ein guter Rasierer mit solchen Gegebenheiten klarkommen,
ohne Hautirritationen hervorzurufen oder gar die Haut zu verletzten. Um
Letzteres sicherzustellen verlässt kein Rasierer auf der
ganzen Welt ein Werk, wenn dieser nicht zu 100 Prozent alle
vorgeschriebenen Merkmale und Eigenschaften aufweist, die im Vorfeld
festgelegt wurden. Gillette arbeitet dabei mit einer Null Prozent
Toleranz. Doch dazu nicht genug, denn erst die Mehrheit der Testpersonen
einen Rasierer für besser Halt als einen Vorgänger, wird hier die
Arbeit fortgesetzt und ausgeweitet. Sind keine Veränderungen trotz neuer
klingen oder Sonstigem von den Testpersonen wahrgenommen worden, wird
die Entwicklung an diesem Rasierer direkt eingestellt.

Forschungslabor von Gillette in London Reading

Forschungslabor von Gillette in London Reading

In Reading befinden sich neben den Forschungseinrichtungen auch direkt
Produktionshallen, um etablierte Prototypen in kleiner Auflage zu
produzieren. So können zuvor erfolgreich getestete Geräte als fertige
Produkte produziert werden. Erst im Laufe der Zeit der Entwicklung
stellt sich heraus, was an den jeweiligen Prototypen verändert werden
muss. Ohne große Umwege können diese sofort vor Ort umgesetzt werden und
neue Muster hergestellt werden. Das, was die Kunden wünschen und
umgesetzt werden kann, wird gemacht.

Was dabei bei jedem der dort tätigen Mitarbeiter zu beobachten war, war
das jeder mit einer außerordentlichen Leidenschaft und Hingabe sich den
jeweiligen Bereichen widmet, die mich schirr beeindruckt hat. Ich wage
zu behaupten, dass jeder Mitarbeiter seine Hand für jedes der dort
entwickelten Produkte ins Feuer legen würde. Gerade aus diesem Grund ist
Gillette wahrscheinlich auch so erfolgreich und entwickelt wirklich
tolle Produkte, die unseren Alltag erleichtern, auch wenn es sich nur um
einen Rasierer handelt!

Forschungslabor von Gillette in London Reading